Wenn man sich mal so umschaut bei den Schlafgewohnheiten, dann kommt da doch allerlei Kurioses bei heraus. Da ist einmal unsere menschliche Spezies: Wir brauchen circa 7 – 8 Stunden Schlaf pro Nacht. Danach hat sich unser Körper im Normalfall ausreichend regeneriert und wir können mit neuer Energie in den Tag starten. Einige Menschen neigen zu Extremen und brauchen viel weniger oder mehr Schlaf pro Nacht. Napoleon brauchte bekanntlich nur vier Stunden Schlaf pro Nacht, dagegen soll Albert Einstein 14 Stunden pro Nacht geschlafen haben.

Schlafbedarf bei unseren vierbeinigen Freunden

Schlafende Katze und schlafender Hund

Bekannt ist, dass Katzen bis zu 16 Stunden am Tag schlafen. Unser bester Freund, der Hund, kommt auf immerhin gut 14 Stunden. Beide rollen sich am liebsten in eine stille Ecke oder im Körbchen zusammen und haben dabei ihr Herrchen/Frauchen im Auge. Katzen liegen auch gerne einfach nur auf einem Haufen frisch gewaschener Wäsche.

Bei unserem nächsten Verwandten, den Orang Utans (Übersetzt: Menschen aus dem Wald), wird in den Baumwipfeln ein Nest gebaut und sich dann noch mit den Fingern und Füßen festgehalten. Damit das Nest immer schön gemütlich ist, wird sich jede Nacht ein neues gebaut. Komfort ist alles…hat sich evolutionär wohl bewährt.

Schlafender KoalaDa hat es so ein Koala leichter. Er klemmt sich einfach in eine Astgabel und verschläft dabei 14 Stunden des Tages. Hört sich vermutlich gemütlicher an als es ist, sieht aber auf jeden Fall knuffig aus.

Auch die Vogelwelt nutzt Sicherheitsvorkehrungen, um nicht schlafend vom Ast zu fallen: Wenn sich beim Entspannen die Muskeln in den Füßchenkrallen zusammen ziehen, kann das fröhliche Federvieh ganz in Ruhe schlafen. Oder man macht es wie die Mauersegler oder div. Zugvögel: Einfach auf Autopilot schalten und im Flug schlafen. Mauersegler sind drei Jahre ohne Unterbrechung in der Luft. Das Jagen, Fressen und eben auch Schlafen findet in der Luft statt. Zugvögel, die das Meer überqueren müssen und tagelang unterwegs sind, verhalten sich genauso.

Allerdings kann genau das ‚vom Baum fallen‘ im Schlaf auch eine Überlebensstrategie sein. Der Basilisk, eine kleine Echsenart, legt sich zum Schlafen auf das Ende eines kleinen Astes, der über einem Gewässer hängt. Wenn ein Fressfeind zum Angriff übergeht, fällt er durch die Erschütterung einfach ins Wasser.

Schlafendes NilpferdApropos Wasser: Flusspferde und Seekühe schlafen unter Wasser. Die Seekühe sogar kopfüber. Steigt einem da nicht das Blut zu Kopfe? Auf jeden Fall schlafen die beiden nicht richtig tief, da sie ja immer mal wieder auftauchen müssen, um zu atmen. Delfine umgehen dieses Problem, indem immer nur eine Gehirnhälfte schläft. Alle ein bis zwei Stunden wird gewechselt. Auch bleibt immer ein Auge geöffnet, damit man gegenseitig auf sich aufpassen kann. Der Pottwal wiederum hat einen richtigen Tiefschlaf. Zwar immer nur ein paar Minuten, aber immerhin so fest, dass nicht mal Schiffe von den Meeressäugern registriert werden. Sieht bestimmt auch imposant aus, wenn ein Pottwall hochkant – Schnauze nach oben – wie eine Boje im Wasser treibt.

Und die einzigen bekannten „Schlafwandler“ im Tierreich sind die Haie. Da immer Wasser durch die Kiemen strömen muss, damit sie nicht ersticken, fahren sie ihre Hirnaktivität auf ein Minimum herunter und befinden sich quasi im Stand-by-Modus. Am besten surft oder schwimmt man in Gegenwart eines ’schlafenden‘ Haies. Dann passiert auch nix.

Wie schön ist es da doch, in ein perfekt abgestimmtes Bett zu klettern und einfach nur schlafen zu können.

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