Wie die WM unseren Schlafrythmus beeinflusst

So eine Fußballweltmeisterschaft ist alles andere als förderlich für einen guten Schlaf! Das wird auch bei dieser WM dem ein oder anderen am nächsten Morgen schmerzlich bewusst geworden sein. Durch die Zeitverschiebung wurden einige Spiele erst um 22 Uhr angepfiffen – einer Zeit, in der Viele normalerweise zu Bett gehen. Gerade das WM-Finalspiel am kommenden Sonntag wird, egal wie es ausgeht, bei vielen zur Katerstimmung am Montag Morgen führen.

Das aufregende, nervenzehrende Endspiel gegen Argentinien und das ein oder andere alkoholische Kaltgetränk werden Körper und Geist nach Abpfiff am Sonntag nicht sofort zur Ruhe kommen lassen. Die Aufregung, beim Sieg der DFB-Elf oder einer nicht anzunehmenden Niederlage wird helle Euphorie oder große Trauer auslösen. Beides muss im Schlaf verarbeitet und die Endorphine wieder abgebaut werden.

Alkohol ist dabei keine große Hilfe. Man schläft zwar etwas schneller ein, aber dafür ist der Schlaf unruhiger. Bei Frauen ist dieser Effekt ausgeprägter, als bei Männern. Durch den Alkohol geht die sogenannte ‚Entmüdung‘ nicht so schnell. Der für die Regenerationsprozesse im Körper wichtige REM-Schlaf wird verkürzt und mindert dadurch die Schlafqualität. Das heißt, selbst bei der gleichen Menge an Schlaf fühlen wir uns müder, ausgelaugter und weniger frisch und erholt.

Auch Vorschlafen hilft da nicht. Für Viele gerät durch späte Anpfiffzeiten der Schlaf-Wach-Rhythmus aus der Balance und man kann dann auch nicht mehr zu seinen gewohnten Zeiten schlafen. Der Tiefschlaf, der für eine gute Schlafqualität wichtig ist, wird in der Regel in der kurzen Zeit auch nicht erreicht. Sollte die Tiefschlafphase doch erreicht werden und man wird dann geweckt (Wecker/Partner/Eltern), wird die Regeneration massiv beeinträchtigt.

Allerdings sind eine oder zwei Nächte mit einem Schlafdefizit noch nicht besorgniserregend. Mit ein paar kleinen Tricks können Sie den nächsten Montag gut überstehen:

  • Lassen Sie viel Licht ins Schlafzimmer – damit werden Sie morgens auch besser wach!
  • Duschen Sie, wenn nötig kalt– hilft wirklich, den Körper auf Betriebstemperatur zu bringen!
  • Nehmen Sie viel Flüssigkeit zu sich – gerne mit Koffein (sollten Sie regelmäßig viel Kaffee oder koffeinhaltige Getränke zu sich nehmen, ist der so Effekt natürlich nicht mehr so ausgeprägt).
  • Kurbeln Sie mit einem Spaziergang an der frischen Luft Ihren Kreislauf an.
  • Wenn es ganz schlimm kommt: Zwischendurch mal kaltes Wasser ins Gesicht und ein kleiner Power Nap – den allerdings nicht länger als 20 Minuten, sonst fühlen Sie sich danach noch schlapper.

Der beste Tipp, um als Fußball-Fan nächsten Montag gut über den Tag zu kommen: Freuen Sie sich einfach über den vierten WM-Titel! 🙂

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