Vorteilsmerkmale von Boxspringbetten: Hervorragende Belüftungseigenschaften

Einer der besonders großen Vorteile von Boxspringbetten gegenüber herkömmlichen Betten liegt in den positiven Belüftungseigenschaften. Ist neben der gesunden, stützenden und gleichzeitig komfortablen Bettung auch das angenehme Bettklima ein wichtiges Kriterium für einen erholsamen Schlaf, so können gerade hier Boxspringbetten punkten. Für ein angenehmes Klima im Bett sind neben einer luftdurchlässigen Konstruktion des Unterbaus vor allem atmungsaktive Matratzen sowie Topper entscheidend, damit eine Stauwärme verhindert wird und ein für das Bettklima positiver Frischluftaustausch stattfinden kann.

Historie, Produktionsverfahren und Belüftungseigenschaften von Boxspringbetten

Über die Jahre der Entwicklung und Weiterentwicklung von Boxspringbetten sind seit dem frühen 20. Jahrhundert verschiedene Ideen aufgekommen, das Bett von unten nach oben her atmungsaktiv zu gestalten. Drei Punkte galt es optimal aufeinander abzustimmen: Den Unterbau, die Matratze sowie den Topper. Nur wenn diese drei Komponenten optimal miteinander zusammenagierten, konnte die Luftzirkulation bis ins Innere des Bettes gewährleistet werden.

Ein traditionelles Boxspring wird aus einer massiven Holzart gefertigt. Als Materialbasis dienen hierbei beispielsweise Kiefer (Weichholz) oder Buche (Hartholz):

Diese jeweils in der Forstwirtschaft nachhaltig wachsenden Holzarten eignen sich zum einen natürlich besonders aufgrund ihrer Verarbeitungsfreundlichkeit hinsichtlich fräsen und sägen und zum anderen sind sie hervorragend robust und langlebig.

Die Produktion eines Bettes beginnt demnach immer mit den Bestimmungen der Maße von Höhe, Breite und Länge der Box. Besonders ausschlaggebend ist hier die Zusammensetzung der Boxspringkomponenten. Diese umfasst für gewöhnlich: Vier Seitenwände von etwa 24-30cm in der Höhe, mehrfache zueinander in Abstand stehende massive Holzstreben sowie pro Boxspring ein ebenfalls aus Holz gefertigtes Verankerungskreuz.

Bilden die Seitenwände mit einem leichten Vorsprung den Rahmen der Box, so sind die Holzstreben als Bodengrund zu verstehen, welche auf dem leichten Vorsprung aufliegen, aber gleichzeitig noch einmal mit den Seitenwänden einzeln verschraubt werden. Ein massives Verankerungskreuz aus Holz, bestehend aus je einer Holzstrebe für die Breite sowie für die Länge, sorgt für einen doppelten Halt des Bodens und verhindert ein brechen der Holzstreben, ohne die Belüftung von unten zu stören.

Abgedeckt wird ein Boxspring von unten stets mit einer luftdurchlässigen Stoffabdeckung. Das Innenleben des Boxsprings bildet der Bonell– oder Tonnentaschenfederkern, welcher von einer Kaltschaumschicht abgedeckt wird. Da Kaltschaum grundsätzlich eine offenporige Zellstruktur mit Luftkammern aufweist, wird auch hier darauf geachtet, das Boxspring luftdurchlässig zu halten.

Entscheidend war grundsätzlich zunächst einmal der erste Schritt, das Boxspring vom direkten Kontakt mit dem Boden zu lösen und auf etwa 10cm, die Box tragende Füße zu stellen. Die Umsetzung dieser Idee gewährleistete zunächst, dass den Betten von unten her Luft zugeführt werden konnte und ebenso die Möglichkeit gegeben war, Schmutz und Staubpartikel unter dem Bett zu beseitigen.

Bestanden die ersten Boxsprings aus massiven rundum geschlossenen Holzboxen, um maximale Langlebigkeit und Haltbarkeit zu gewährleisten, wurde bald der Vorteil erkannt, welchen die „teilgeschlossene“ Modelle in Bezug zu einer positiven Luftzufuhr haben könnten.

Nicht nur eine Luftzufuhr unter das Bett wurde als wichtiger Schritt der Verbesserung erachtet, sondern die Überlegung ging dorthin, eine Luftzirkulation in das Bett zu ermöglichen. So kamen Modelle in Mode, die ähnlich dem Lattenrost keinen durchgehend geschlossenen Unterbau aufwiesen, sondern für eine positive Luftzirkulation teilweise offen konstruiert waren.

Anstelle einer durchgehenden Holzplatte, wurden nun stattdessen besonders in den Beneluxländern massive zu einander in Abstand liegende Holzstreben verwendet, welche die Vorteile einer offenen Luftzirkulation mit der natürlichen Langlebigkeit des robusten Holzes verbanden. Um jedoch das nun teilgeöffnete Bett vor Schmutz und Staubpartikeln zu schützen, wurde nach Möglichkeiten gesucht, diesen Bereich mit zwar luftdurchlässigen aber gleichzeitig schmutz- und staubabweisenden Stoffen abzudecken. Viele traditionelle Boxspringbetten, welche diese Konstruktionsweise beherzigen, weisen daher immer ein von unten mit atmungsaktivem Stoff abgedecktes Boxspring auf.

In einem zweiten Schritt wurde das Hauptaugenmerk auf die Matratze gelegt. Wie konnten Verbesserungen hinsichtlich von Stauwärme und Durchlüftungszirkulation innerhalb der Matratze erreicht werden?

Haben amerikanische Matratzen sehr häufig zusätzliche Ventilationspunkte bzw. Ventile, durch die frische Luft in die Matratze gesaugt werden können, so ist bei den skandinavischen Matratzen vor allem die Beschaffenheit des Obermaterials entscheidend gewesen. Obgleich diese Matratzen grundsätzlich in einen Deko-Bezug eingefasst sind, ist hier wichtig zu beachten, dass grade die Liegeflächen in guten Produktionsstätten mit atmungsaktiven und luftdurchlässigen Stoffen versehen wurden. Atmungsaktivität bedeutete an diesem Punkt, dass eine gewollte und beabsichtigte

Luftzirkulation bzw. der Luftaustausch gefördert und nicht verhindert werden sollte. In Abhängigkeit vom Matratzenkern konnte grundsätzlich davon ausgegangen werden, dass bei jeder nächtlichen Drehung und bei jedem nächtlichen Wenden die in Stoff eingepackten Taschenfedern in ihrer Wirkung durch einen sogenannten Pumpeffekt die Luftzirkulation anregten und begünstigten: So konnten die Luftkammern zwischen den und innerhalb der Stofftaschen in der Matratze stets mit frischer Luft gefüllt werden sowie die Komfortschichten der Matratzen durch einen Luftstrom durchlüftet werden.

Als wenig später zur Matratze die Topper ergänzt wurden, sollte sich dies möglichst nicht nachteilig auf die Luftzirkulation auswirken. Aus diesem Grund wurde auch hier zum einen auf eine Perforierung geachtet und zum anderen auf luftdurchlässige und antibakteriell beschichtete Bezüge. Ergänzend dazu weisen generell eher nicht atmungsaktive Materialien wie Latex oder Embrace als Topperkerne daher sehr häufig offene Lochstrukturen auf. Diese Lochstrukturen dienen als Perforierung für eine Belüftungsmöglichkeit des Kerninnenlebens.

 

Qualitätskriterien und Resumée:

Damit zeichnen gute Boxspringbetten ein von der untersten bis zur obersten Komponente durchdachtes Konzept aus. Als Qualitätskriterien sei noch einmal darauf hinzuweisen, dass für ein besonders zufriedenstellendes Bettklima besonders darauf zu achten ist, dass die genannten und gängigen Merkmale der Produktionsschritte beachtet werden, denn nur das Zusammenspiel aller Komponenten garantiert ein nachhaltiges Konzept:

  • Atmungsaktiver Unterbau: Ein luftdurchlässiger und vom Boden erhöhter Unterbau (Boxspring) bildet die Basis des Bettes. Den Kern bildet eine Bonell- oder Tonnentaschenfeder.
  • Pumpeffekt im Matratzenkern: Eine atmungsaktive Multitaschenfederkernmatratze hat zahlreiche Luftkammern und fördert durch den Pumpeffekt die Luftzirkulation durch die Komfortschichten.
  • Perforierung des Toppers: Perforierungen im Kern des Toppers ergänzen die positiven Eigenschaften der Matratze.
  • Sinnvolle Obermaterialien: Matratzen – und Topperbezüge sowie die Komfortmaterialien (Latex, Kaltschaum, Rosshaar) sollen möglichst einen Luftaustausch begünstigen.

 

Quellenverzeichnis:

http://www.oeko-planet.de/mobile-matratzenreinigung/matratze-richtig-lueften.php

http://marshallmattress.com/the-pocket-coil/

http://www.heimhelden.de/boxspringbetten-geschichte-und-verbreitung-heute

http://www.arsano.de/6217/boxspringbetten.html

http://www.schlafkampagne.de